Affenbrotbäume sind außergewöhnliche Gewächse. Der dicke Stamm und die wurzelartigen Äste mit den fleischigen Blättern sorgen für ein skurriles Erscheinungsbild, doch die eigenwilligen Bäume sind charakteristisch für das tropische Afrika. Aber was hat es eigentlich mit dem Namen des Affenbrotbaumes auf sich?

Was ist der Affenbrotbaum?

Der Affenbrotbaum zählt zu den Malvengewächsen und kommt hauptsächlich in weiten Teilen Afrikas, sowie in Australien und Madagaskar vor. Der bekannteste Vertreter ist der afrikanische Affenbrotbaum, den man vor allem südlich der Sahara oft findet.

In der berühmten Geschichte von Antoine de Saint-Exupéry befürchtet der kleine Prinz, sein kleiner Asteroid könnte von riesigen Affenbrotbäumen überwuchert und gesprengt werden. Und das nicht ganz ohne Grund. Denn die Bäume sind tatsächlich sehr imposant und können in freier Wildbahn bis zu 20-30 Meter hoch werden. Typisch für den Baum sind der dicke, kurze Stamm und eine ausladende Baumkrone, die mit ihren Ästen ungewöhnliche, wurzelähnliche Formen annehmen kann.

Ein Baum mit vielen Namen

Tatsächlich hat der Affenbrotbaum mehrere Namen, die alle eine unterschiedliche Herkunft haben. Da wäre einmal der botanische Name, Adansonia digitata. Diese Bezeichnung verdankt der Baum dem französischen Botanikers Michel Adanson, der im 18. Jahrhundert einen berühmten Aufsatz über die Pflanze veröffentlicht hat.

Außerdem wird der Baum noch Baobab genannt. Dieser Name leitet sich vom Arabischen „bu hibab“ ab, was so viel heißt wie „Frucht mit vielen Samen“. Das macht auch Sinn, denn eine Frucht des Baumes hat zwischen 120 und 200 Samen. Im deutschsprachigen Bereich ist der Baobab auch unter dem Namen Affenbrotbaum bekannt. Doch warum denn nun eigentlich?

Woher kommt also der Name „Affenbrotbaum“?

Der Name Affenbrotbaum hängt ebenfalls mit den Früchten des Baumes zusammen. Sie hängen an Stielen vom Baum herunter, haben eine grünliche bis braune Farbe und können bis zu 40 cm groß werden. Dadurch sehen sie also ein bisschen so aus wie ein Laib Brot. Für Menschen sind die Früchte genießbar und schmecken dank des hohen Vitamin C-Gehaltes leicht säuerlich. In Afrika wird das weiße Fruchtfleisch oft und gerne für diverse Speisen verwendet.

Die Früchte dienen aber auch als Nahrung für verschiedene Tiere. Neben Elefanten und Antilopen bedienen sich auch Paviane bei dem Baum. Als deutsche Forsche beobachteten, wie Affen die brotartigen Früchte von den Bäumen ernteten und verspeisten, kamen sie dadurch auf den Namen Affenbrotbaum. Denn die Früchte dienen als Nahrung, also quasi als Brot, für die Affen.

Tipp: Wenn dich der außergewöhnliche Baum begeistert, kannst du ihn dir in verkleinerter Version als Topfpflanze nach Hause holen. Er ist sehr pflegeleicht und bringt ein bisschen afrikanisches Flair in deinen Garten.