Heute geht es zur Abwechslung nicht um ein Thema mit Afrika-Bezug – sondern darum, wie du deine Terrasse auf den Winter vorbereitest.

Als passionierter Hobbygärtner in Mitteleuropa sollte man nämlich durchaus auf Frost und Schnee gefasst sein. Hat man dann noch einige exotische Pflanzen aus südlicheren Gefilden herumstehen, müssen diese auf jeden Fall adäquat geschützt werden. Mit diesen 4 Tipps kannst du das kalte Wetter getrost erwarten:

1.      Dekoration und Kleinteile wegräumen

Bei der letzten Gartenparty waren sie noch der Renner, aber jetzt ist es Zeit für den Winterschlaf: Gartendekoration wie Laternen, Windräder oder Steinfiguren solltest du im Herbst umsiedeln. Denn nach ein paar Tagen im Schnee oder einer frostigen Nacht sehen die meisten Deko-Artikel gar nicht mehr so hübsch aus. Also am besten in eine Kiste packen und in den Schuppen oder Keller stellen. Gartentextilien wie Sonnenschirm, Markise oder Sitzpolster solltest du ebenfalls trocken verstauen.

2.      Die Gartenmöbel schützen

Auch deine wertvollen Gartenmöbel werden durch das Winterwetter in Mitleidenschaft gezogen. Idealerweise bringst du sie deshalb einen überdachten Ort, wo sie geschützt überwintern können. Ein guter Lagerplatz für Terrassenmöbel ist trocken, frostfrei, geschützt vor UV-Strahlen und gut belüftet. Wer keinen solchen Platz hat, kann die Möbel zumindest mit einer Schutzhülle vor dem Gröbsten bewahren.

Die richtige Behandlung hängt jedoch auch vom Material ab: Heimische Hölzer sind eher empfindlich; Möbel aus Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl können im Prinzip gut draußen bleiben.

Tipp: Gartenstühle aus robustem Polyrattan bleiben schöner, wenn man sie vor dem Winter mit eine Schutzspray imprägniert. Außerdem solltest du dich bei Frosttemperaturen nicht daraufsetzen, da das Material dann spröde wird und bei Belastung brechen kann.

3.      Topfpflanzen warm einpacken

Wer Topfpflanzen auf der Terrasse stehen hat, sollte sich informieren, ob diese winterhart sind. Besonders Gewächse aus wärmeren Gegenden halten einem deutschen Winter oft nicht stand. Das gilt übrigens auch für fast alle afrikanischen Pflanzen wie Schmucklilie, Zuckerbusch, Affenbrot-

Mediterrane Topfpflanzen
Mediterrane Topfpflanzen benötigen Winterschutz. © Fiedels – stock.adobe.com

baum und Zierbanane. Deshalb solltest du deine afrikanische Pflanzensammlung in ein Winterquartier verfrachten, idealerweise einen kühlen Wintergarten oder ein Gewächshaus.

Auch mediterrane Kräuter benötigen geeigneten Winterschutz: Rosmarin, Lorbeer oder Currykraut sind dankbar um eine zusätzliche Isolierschicht gegen die Kälte. Wickle dazu etwas Gärtnervlies oder einen Jutesack um den Pflanzkübel.

Tipp: Alle Blumentöpfe im Winter auf eine erhöhte Unterlage stellen, damit das Wasser gut abfließen kann. Ansonsten riskiert man, dass die Feuchtigkeit im Kübel gefriert.

4.      Terrassenboden putzen und pflegen

Schließlich sollte noch der Terrassenboden einem gründlichen Herbstputz unterzogen werden. Denn alte Blätter können hässliche Flecken auf hellen Stein- oder Holzböden hinterlassen. Je nach Material kann darauf noch eine weitere Behandlung folgen: Holzdielen solltest du beispielsweise ölen. Eine Steinterrasse wird durch Imprägnieren noch robuster. Achte darauf, die Terrassenpflege nicht zu lang aufzuschieben: Man braucht dafür mehrere Tage langes warmes, trockenes Wetter, damit das Öl trocknen kann.

Wenn du alles erledigt hast, kann der Winter kommen: Die Terrasse ist nun gut vorbereitet! Du kannst es dir also mit einer Tasse Tee gemütlich machen und von wärmeren Zeiten träumen.