Es mag vielleicht ungewöhnlich klingen, aber afrikanische Pflanzen sind ein heißer Tipp für mitteleuropäische Gärten. Da sie in Afrika unter harschen Bedingungen wächst, hat die dortige Flora gelernt, mit sehr wenig Wasser auszukommen. Wer also nicht viel Zeit in die Pflege investieren kann, liegt mit diesen Gewächsen genau richtig. Hier zeigen wir dir, welche afrikanische Pflanzen du auch in mitteleuropäischen Gärten gut kultivieren kannst.

Ein Wort zur Pflege

Die meisten exotischen Gewächse sind für heimische Gärten nur bedingt geeignet, weil sie den Frost im Winter schlichtweg nicht vertragen. Am besten setzt du afrikanische Pflanzen daher immer in einen Kübel oder großen Blumentopf, selbst wenn sie im Freien stehen. So kannst du sie einfach nach drinnen holen, sobald es zu kühl wird.

Die Pflege gestaltet sich dabei jedoch insgesamt ein wenig anders als bei heimischen Gewächsen. Afrikanische Pflanzen sind es nämlich gewohnt, auf trockenen, nährstoffarmen Böden zu hausen und mit wenig Wasser auszukommen. Achte also darauf, dass du die Pflanzen nicht übermäßig gießt!

Diese Pflanzen sind geeignet

Manche Pflanzen aus Afrika sind relativ wetterfest und können immerhin vom Frühjahr bis zum Herbst gut im Freien stehen. Hier sind vier Exemplare, mit denen du deinen Garten bereits ein wenig exotischer gestalten kannst:

Afrikanische Schmucklilie

Diese Pflanze ist sehr robust und kommt bis zu zwei Wochen ohne Wasser aus. Im Winter mag es die Schmucklilie gerne kühl und ihre ideale Wintertemperatur liegt bei 0 bis 7° Celsius. Bei leichten Minusgraden übersteht sie unter Umständen sogar die Wintersaison im Freien. Ansonsten lässt sich die Pflanze auch gut im kalten Keller überwintern.

Afrikanischer Zuckerbusch

Der Zuckerbusch benötigt einen Boden, der immer leicht feucht ist, mit Staunässe kommt er hingegen gar nicht zurecht. Vor allem während der kalten Monate sollte er nur sehr wenig gegossen und in einen kühlen, aber hellen Raum gebracht werden. Die Pflanze hat es allerdings gern, wenn ihre Blätter regelmäßig mit einer Sprühflasche befeuchtet werden.

Affenbrotbaum

Obwohl er eigentlich in der afrikanischen Savanne wächst, ist der Affenbrotbaum auch hierzulande sehr beliebt, weil er besonders pflegeleicht ist. Da er Flüssigkeit über lange Zeit hinweg speichern kann, muss er nur spärlich gegossen werden. Im Winter kann er auch auf der Fensterbank stehen, da ihm auch die direkte Sonneneinstrahlung nichts ausmacht. Am liebsten hat er dabei eine Temperatur von 10 – 15° Celsius.

Zierbanane

Durch ihre großen, palmenartigen Blätter verleiht die Zierbanane dem Garten ein tropisches Flair. Die Früchte dieser Pflanze sind im Vergleich zu anderen Bananenarten jedoch nicht essbar. Wenn es kalt wird, kann sie samt Topf einfach ins Innere gebracht werden und an einem hellen Ort, wo es etwa 16° Celsius hat, gut überwintern.