Nichts ist typischer für Afrika als die Savanne. Die weitläufigen Graslandschaften beheimaten exotische Tiere und zeichnen sich durch ihre wenigen, außergewöhnlichen Bäume aus. Doch wie sieht die Pflanzenwelt der Savanne eigentlich genau aus und kann man die dortigen Pflanzen auch in heimische Gärten holen? Hier erfährst du es!

Was wächst in der Savanne?

Die Savanne ist eine Vegetationszone in den Subtropen und gewissermaßen eine Übergangszone zwischen Wüste und Regenwald. Dort herrscht ein heißes, tropisches Klima und trockene und feuchte Perioden wechseln sich regelmäßig ab. So entstehen auch die typischen weiten Grasflächen mit äußerst robusten Baum- und Grasarten. Je nach Vegetation unterscheidet man dabei drei Typen von Savannen:

  • Dornstrauchsavanne: Diese Savanne ist ganz besonders trocken. Wie der Name vermuten lässt, wachsen hier hauptsächlich Dornbüsche und Bäume mit nur minimalem Laub.

 

  • Trockensavanne: Hier gibt es bereits wenige, vereinzelte Bäume wie Baobabs oder Akazien. Ansonsten wächst in dieser Savanne hauptsächlich Gras und sie ist ein Übergangsgebiet zwischen Dornstrauch- und Feuchtsavanne.

 

  • Feuchtsavanne: Dort findet man schon üppige Gräser, die dank der vielen Niederschläge allerdings bis zu 4 m hoch werden. Auch verschiedene Baumarten, die bereits in kleinen Gruppen stehen, wachsen hier.

Die Savanne nach Hause holen

Hättest du die ausdrucksstarken Bäume der Savanne auch gerne zuhause? Du hast Glück: Manche Baumarten lassen sich in kleiner Form sogar daheim im eigenen Garten kultivieren.

Affenbrotbaum

Der Baobab kann in der Savanne bis zu 20 m hoch werden und zeichnet sich durch den meist relativ kurzen, aber dicken Stamm aus. Besonders bezeichnend ist die Baumkrone, die oft bizarre Formen annehmen kann. In unserem Klima bleibt der imposante Baum allerdings deutlich kleiner und kann als Topfpflanze gezüchtet werden. Da er viel Wasser speichert, muss er nur selten gegossen werden und ist auch sonst pflegeleicht. Lediglich im Winter sollte er ins Innere geholt werden.

Akazie

Die Akazie ist dank ihrer schirmartigen Baumkrone besonders charakteristisch für die Savanne. In Mitteleuropa findet man die Akazie meist als Kübelpflanze, wo sie zwischen 150 – 250 m hoch wird und dem Garten ein bisschen afrikanisches Charisma verleiht. Die immergrüne Pflanze kann draußen immerhin von April bis zum ersten Frost an einem sonnigen Standort verweilen. Wenn sie dabei weder zu trocken wird noch unter Staunässe gerät, gedeiht sie wunderbar.

Schotia

Dieser kleine Baum ist ein Geheimtipp und bringt wunderschöne, leuchtend rote Blüten hervor. Er kommt vor allem im Süden Afrikas vor, doch in warmen Wintergärten gedeiht die Pflanze auch hierzulande gut. Während der Sommermonate kann sie auch draußen an einem trockenen und geschützten Platz stehen. Die Schotia kommt mit wenig Wasser aus, mag es aber gerne hell. Vor allem im Winter braucht sie deshalb ausreichend Licht und Wärme.