Afrika ist bekannt für seine vielfältige und exotische Pflanzenwelt. Wie wäre es, sich ein paar dieser Pflanzen in den eigenen Garten oder die Wohnung zu holen? Mit ein paar Tipps gelingt es dir, die Schönheit und bunte Vielfalt Afrikas auch zu Hause zu genießen.

1.      Die passenden Pflanzen aussuchen

Eines gleich vorweg: Nicht alle afrikanischen Pflanzen können auch bei uns kultiviert werden. Gut eignen sich dabei hauptsächlich Pflanzen, die eher klein bleiben und ganzjährig gleichbleibende Temperaturen mögen. Dazu gehören beispielsweise Afrikanische Veilchen, die Aloe Vera, der Hibiskus, der Zuckerbusch, die afrikanische Schmucklilie oder die Zamie.

Doch auch Pflanzen wie der Afrikanischer Tulpenbaum, größere Protea-Arten, der Affenbrotbaum, die Zierbanane oder der Leberwurstbaum sind bedingt wetterfest und können zumindest vom Frühjahr bis zum Herbst im Freien stehen.

2.      Blumentopf und heller Standort

Egal ob im Freien oder nicht: Die Pflanzen sollten auf jeden Fall in einem Kübel oder großen Blumentopf gepflanzt werden. Da sich die meisten afrikanischen Gewächse einen hellen Standort und eine Temperatur von etwa 20° wünschen, fühlen sie sich auch in der Wohnung sehr wohl. Helle Zimmerecken oder Fensterbänke eignen sich meist gut als Stellplätze. Wenn die Pflanzen im Freien wachsen sollen, muss auf jeden Fall ein Plätzchen gefunden werden, wo Wind und Regen nicht zu sehr zukommen.

3.      Mit Bedacht gießen

Exotische Pflanzen haben recht unterschiedliche Ansprüche, was Wasser und Licht betrifft und meist heben sich diese deutlich von heimischen Pflanzen ab. Wichtig ist daher, dass du dich vorher genau über die Bedürfnisse deiner einzelnen Pflanzen informierst.

Generell sollten afrikanische Pflanzen aber eher behutsam gegossen werden, weil sie in ihrer Heimat meist auf kargen, nährstoffarmen Böden wachsen und so gelernt haben, viel Feuchtigkeit zu speichern. Das Gießwasser sollte dabei eher lauwarm und nicht zu kalt sein. Besonders Pflanzen, die aus feuchtwarmen Regionen kommen, mögen es auch gerne, regelmäßig mit Feuchtigkeit besprüht zu werden. Aufs Düngen kannst du übrigens gut und gerne verzichten.

4.      Im Winter nach drinnen holen

Die große Frage bei exotischen Pflanzen ist natürlich immer: Wie überleben sie einen europäischen Winter? Lange Winter, wie sie in unseren Breitengraden zuweilen vorkommen, überstehen afrikanische Pflanzen nicht im Freien. Sobald das Thermometer dauerhaft weniger als 10° anzeigt, nehmen die Pflanzen Schäden, wenn sie nicht ins Innere geholt werden.

Im Winter sollten sie daher im Wintergarten oder in einem ausreichend sonnigen Raum gehalten werden. Bei schwächeren Lichtverhältnissen gehen die Pflanzen außerdem in die Ruhephase. Das heißt, sie benötigen weniger Pflege. Beachtest du all diese Tipps, kannst du aber bald schon voller Stolz auf deinen afrikanischen Garten blicken!